Die 3 grössten Potenziale des Messenger-Marketing

Selbstlernende Chatbots, künstliche Intelligenz und Natural Language Processing sind die Buzzwords der Messenger-Branche. Sicherlich auch deren langfristige Zukunft. Doch bis Menschen wirklich Freitext-Konversationen mit Chatbots von Unternehmen führen können, dauert es laut Experten noch einige Jahre. In diesem Blogartikel geht es darum, welche Ergebnisse Unternehmen schon heutzutage mit Messenger Services - insbesondere aus Marketingperspektive - erzielen können.

1. Messenger-Newsletter (>E-Mails)

Messenger Anwendungen genießen eine hohe Aufmerksamkeit, da hier ein Großteil unserer täglichen Kommunikation stattfindet - meist ausschließlich mit Freunden und Kollegen. Fast jede Nachricht ist deshalb für uns relevant oder zumindest lesenswert. Denn wir wollen nichts verpassen (FOMO = Fear of Missing Out) und öffnen deshalb durchschnittlich über 3x pro Stunde unsere Messenger.

Klassische Newsletter hingegen, haben häufig mit einer Öffnungsrate von unter 30% zu kämpfen. Durch die hohe Informationsflut, der wir täglich ausgesetzt sind, haben viele Menschen einfach keine Zeit standardisierte E-Mails von Unternehmen zu lesen.

Bei Messenger-Kampagnen für unsere Kunden haben wir eine Öffnungsrate von über 95%!

Gründe für diese hohe Öffnungsrate sind zum einen die geringe Konkurrenz, da bisher nur wenige Unternehmen via Messenger kommunizieren. Zum anderen die Möglichkeiten einer intelligenten Segmentierung der Nachrichten. Wenn Messages zielgruppenindividuell versandt und vorgeplant werden, kann eine Relevanz erreicht werden, die in diesem Ausmaß mit klassischem E-Mail-Marketing nicht möglich wäre.

Der wichtigste Erfolgsfaktor im Messenger-Marketing ist - wie auch bei E-Mails - die hohe Qualität der einzelnen Nachrichten. Während E-Mails immer plainer werden, um nicht im Spam-Filter der Mailprogramme zu landen, kommt es bei Messages stark auf die visuelle Aufbereitung (Creatives, Emoticons, Absätze) an. Inhaltlich sollten Messenger-Newsletter, kurz, prägnant, unterhaltend und persönlich formuliert werden.

Es gibt drei Techniken, die bei einer Messenger-Newsletter Kampagne, unbedingt eingesetzt werden sollten:

  1. Segmentierung: Die Aufteilung der Messenger Abonnenten in verschiedene Zielgruppen - diese dann mit verschiedenen Nachrichten ansprechen.

  2. Richtungsweisendes Splittesting: Hier werden abwechselnd 2–3 Textvarianten an Nutzer geschickt und schnell ermittelt, welche der Textvarianten besser funktioniert - und dann darauf optimiert.

  3. Follow-Up: Effektive Prozesse für Folgenachrichten definieren (Abstand von Tagen oder Wochen, je nach Kampagnen-Ziel). Diese Prozesse können auch mit der im nächsten Absatz erläuterten Automatisierung kombiniert werden.

2. Automatisiert Inhalte teilen(>App)

Anstatt individuelle Newsletter via Messenger zu versenden, macht es in vielen Fällen auch Sinn, vollkommen automatisiert Inhalte verschiedener Kanäle im Messenger zu teilen (z.B. neue Websiteartikel, Youtube-Videos, Podcasts o.ä.). Dazu muss einfach der entsprechende RSS-Feed der Website oder Kanäle verknüpft werden. Nutzer können dann einstellen, wann, wie häufig und zu welcher Tageszeit sie über die Inhalte dieses Feeds informiert werden möchten.

Vorteil ist, dass durch diese automatisierte Lösung ein konstanter Mehrwert im Messenger geboten wird, Nutzer sich an die Chatbot-Nutzung gewöhnen und deshalb auch andere Inhalte wie z.B. Produktangebote mit einer hohen Öffnungsrate distribuiert werden können.

Im Messenger dauert es weniger als 9 Sek. bis eine erste Interaktion mit dem Unternehmenschatbot erfolgt.

Ein weiterer Vorteil der Messenger-Services ist, dass keine teure Appentwicklung & aufwändige Installation notwendig ist (im Gegensatz zu Apps), sondern Nutzer im vorinstallierten Messenger nach dem Unternehmensnamen suchen und direkt mit der Interaktion starten können. Das senkt die Hemmschwelle eine solche Automatisierung auszuprobieren. Sobald User im Messenger sind und hohen Mehrwert durch individuelle Newsletter oder automatisierte Inhaltedistribution geliefert bekommen, kann das dritte große gegenwärtige Potenzial des Messenger-Marketings realisiert werden:

3. Produkte verkaufen (>Online Store)

Messenger sind basierend auf meiner Kundenerfahrung in den letzten 3 Monaten die besten Kanäle, um Produkte zu verkaufen. Meiner Meinung nach ist Messenger-Marketing die innovativste und langfristig beste Verkaufsstrategie im Web.

Wir hatten eine 3x höheren Conversion-Rate als in unseren klassischen Onlinemarketing-Aktivitäten. (HUMTECH)

Woran liegt das? Messenger eignen sich perfekt, um Vertrauen zu Kunden aufzubauen, Mehrwert zu bieten und die richtigen Produkte zur richten Zeit bei den richtigen Menschen zu platzieren. Die Interaktion der Nutzer über Buttons und Quick-Replies mit den Messenger-Services ermöglicht vielseitige Darstellungsformen wie bei einer App, wobei die Nutzung gleichzeitig so simpel wie bei einer E-Mail bleibt.

Entscheidend für eine hohe Conversionrate ist es, konsequent auf die Zahlen zu schauen: Ergebnisse genau auswerten durch aussagekräftige Statistiken und Kennzahlen (CTR, Retention, Sales). Mit unserem selbstprogrammierten Dashboard konnten wir für unsere Kunden eine hohe Übersichtlichkeit und Aussagefähigkeit erreichen.

Integrierte Messenger-Marketing Lösung

Da meine Agentur viele Anfragen sowohl zur Erstellung eines eigenen Chatbots ohne Programmierung, als auch zur Verwaltung eines Chatbots erreicht hat, haben wir eine integrierte Messenger-Marketing Lösung entwickelt, die sich am Aufbau dieses Blogartikels orientiert:

  1. Messenger-Newsletter versenden an segmentierte Zielgruppen
  2. Automatisiert Inhalte teilen via Anknüpfung des RSS-Feeds
  3. Auswertung der Ergebnisse mit individuell konfigurierbarem Dashboard